Dem Wunsch folgend, mal wieder raus in die Natur zu kommen, verliessen wir Krakau in suedlicher Richtung mit dem Bus. Wir fuhren ins Doerfchen Kroscienko nad Dunajcem, wo wir einen Campingplatz aufsuchten, um uns dort fuer ein paar Tage vom Grossstadtstress zu erholen. Nachdem wir uns eine Karte des angrenzenden Pieniny-Nationalparks besorgt hatten, planten wir unser weiteres Vorankommen. Von diesem Nationalpark hatten wir Zuhause schonmal etwas gelesen, doch dass wir dann tatsaechlich hier landeten, war doch eher dem Zufall geschuldet. Das Titelbild unseres Blogs zeigt das Wahrzeichen des Parks, das Drei-Kronen-Massiv (poln. Trzy Korony). Der Gipfel liegt auf knapp 1000 m Hoehe und die Wanderung hinauf war heftiger, als alles was wir hinsichtlich steiler Anstiege bislang erlebt hatten (wir wuerden uns durchaus als einigermassen wandererfahren bezeichnen)!! Wir brauchten einige Pausen und waren froh um jeden der 6 Liter Wasser, den wir dabei hatten. Oben angekommen, wurden wir mit einer trotz diesigem Wetter sagenhaften Aussicht belohnt, die wir mit unserer einfachen Kamera leider ueberhaupt nicht einfangen konnten. Doch jeder, der schonmal auf einem Gipfel gestanden hat, wird dieses triumphale Hochgefuehl nachempfinden koennen.
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| Einige Tage nur relaxen... |
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| ...und planen, wie es weitergeht. |
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| Nach vier Tagen dann: rein in den Nationalpark! |
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| Sieht nicht so steil aus, ist es aber! Pausen tun Not. |
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| Geschafft! |
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| Auf dem Gipfel! (sorry, mit dem komischen Programm hier hab ichs nicht drehen koennen) |
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| Kommt nicht ansatzweise an den echten Ausblick heran :/ Manchmal waere eine bessere Kamera doch ganz cool... |
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| Also einfach hinfahren und selber raufklettern! :) |
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| Abstieg durch malerische Schluchten |
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| Ganz schoen schraeg :) |
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| Im Tal angekommen: da ganz oben waren wir drauf! |
Auf dem naechsten Zeltplatz, direkt am polnisch-slowakischen Grenzfluss Dunajec gelegen, blieben wir wieder fuer einige Tage und erkundeten die Gegend, besichtigten ein altes Kloster und unternahmen eine teils rasante, teils gemaechliche Flossfahrt. Abends wurden wir des oefteren vom Zeltplatzbesitzer besucht, der ungeachtet unserer mangelhaften Polnischkenntnisse einiges zu erzaehlen hatte. Er zwang Benni zum Mittrinken eines selbstgebrannten Fusels und beschenkte Verena mit Blumen und einem selbstgeschnitzten "Polenadler". Alles in Allem ein sehr kurzweiliger Aufenthalt :)
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| Flossfahrt auf dem Dunajec |
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| Super Landschaft |
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| Super Flossfahrt |
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| Super Geschenke des Zeltplatzbesitzers |
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Supergeil - Gaskartusche leer.
Dann wird eben auf dem Feuer gekocht.
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| Traditionelle Hochzeitsgesellschaft mit voranmarschierender Kapelle |
In der laendlichen Abgelegenheit Polens, und auch spaeter in der Slowakei, stellten wir immer wieder fest, dass es hierzulande noch deutlich mehr althergebrachte Traditionen gibt als in Deutschland. So hoerten wir bspw. mehrfach vom anderen Flussufer her irgendwo sehr volkstuemlich klingende Musik herueberschallen, als finde gerade irgendeine Feier mit Livekapelle statt. Auch sieht man gerade am heiligen Sonntag viele Leute mit Trachten herumlaufen. Der Glaube spielt eine wichtige Rolle fuer die Menschen hier. Und Papst Johanes Paul II. ist ein echter Volksheld, manche nennen ihn gar "Vater der Nation".
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| Schon wieder der! Lebensgrosse und farbechte Statue von Johannes Paul II. |
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| Polnische Friedhoefe sind bunt! |
Gegen Ende Juni verschlechterte sich das Wetter fuer einige Tage drastisch, sodass wir am angenehmen Weiterreisen gehindert wurden. Auf einem moderneren Campingplatz (mit free WiFi! :D ) sassen wir vier Tage Dauerregen in unserem Zelt aus... Wir lernten ein anderes Reisepaerchen kennen, die mit einem genial modifizierten Landrover von Istanbul auf dem Weg nach Stockholm waren, auch sicher eine tolle Tour. Als es schliesslich wieder schoener wurde packten wir unser Zeugs ein und wanderten weiter, ueber die slowakische Grenze, immer fein Richtung Sueden. Drei Tage waren wir so unterwegs, zwischendurch trampten wir ein paar Kilometer, ein andermal nahmen wir auch einen Bus. Was uns vorher garnicht so bewusst war: die Slowakei ist ein unglaublich bergiges Land mit teilweise Schneebedeckten Gipfeln. Phasenweise fuehlten wir uns wie in Oesterreich (besonders der Nationalpark "Slowakisches Paradies", wir fuhren mit dem Bus an dessen Rand entlang, scheint eine weitere Reise wert zu sein!). Und: ganz viele Leute sprechen deutsch, was unser Weiterkommen oft sehr vereinfachte :) In Polen kann naemlich niemand deutsch, und auch englisch sprechen nur die Juengeren.
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| Manchmal fuehrte unser Weg durch einen Fluss, ohne Bruecke weit und breit |
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| Ein wirklich leckeres slowakisches Bier! |
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| Unser Lagerplatz am Waldrand kaum zu erkennen |
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| Guten Morgen! |
Wir kamen durch das Staedtchen Tornal'a, welches ueber einen Badesee und gleich nebenan ueber einen Campingplatz verfuegte. Angesichts des inzwischen wieder sehr sommerlichen Wetters versackten wir hier fuer ca. 4 Tage. Das war super! Aaabhaengen!
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| Schwanger! |
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| In der Slowakei beliebter als Cola - Kofola! Sollte es in D auch geben. |
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| Melone hilft gegen die Sommerhitze |
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| Typisch slowakischer Anblick, voll schoen aber ziemlich kapott! (das hier gehoert noch zu den intakteren Haeusern) |
Verena befand sich inzwischen in der 19. Schwangerschaftswoche (zu unserem grossen Glueck ohne nennenswerte Beschwerden, fuer alle die sich Sorgen machen :-* ), und um die 20. steht laut gynaekologischer Empfehlung ein Komplettcheck mit Ultraschalluntersuchung an. Langsam mussten wir uns also um einen Frauenarztbesuch kuemmern. Zum Glueck haben wir Bekannte in Budapest, die uns halfen, Entsprechendes in die Wege zu leiten. So machten wir uns am 7. Juli in Richtung Budapest auf, abermals hitchhikend, was bis zur ungarischen Grenze fein funktionierte . Von da aus nahmen wir den Bus bis Budapest. Abends um neun kamen wir bei Viki und Feri an, die uns fuer die naechsten 11 Tage beheimateten. Mehr dazu im naechsten Eintrag!
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| Bei gemuetlichen 34 C ging es weiter nach Ungarn |