Am Sonntag, den 25.5. strandeten wir in Leipzig, ohne eine Ahnung wo wir uebernachten sollten. Die Suche nach einem Internetcafe gestaltete sich in der Innenstadt aeusserst schwierig. Nach langem, erschoepfenden Spaziergang stiessen wir dann schliesslich auf ein autonomes/alternatives Wohnprojekt namens G16, welches von aussen ziemlich heruntergekommen und ranzig aussah (soll wohl das Buergertum draussen halten). Doch direkt nach Betreten des Hofes tat sich eine gemuetliche Szenerie mit Spielplatz, Riesenrobotern, Blumen- und Gemuesebeeten und einigen Hunden auf. Mittendrin sass ein Haufen Punks, von denen wir sogleich aufgefordert wurden, uns etwas zu trinken zu nehmen und mit "Knak" zu spielen, einem recht kurzweiligen Kartenspiel. Gesagt, getan, und unsere ganz beilaeufige Frage waehrend des Zockens nach einer Schlafmoeglichkeit fiel auf fruchtbaren Boden: man bot uns den Backstageraum des Projekteigenen Konzertsaales an, der zu unserer grossen Ueberraschung sehr sauber und super ausgestattet war. Sogar eine Dusche gab's! Welch Luxus!
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| Der Backstageraum des G16 - vorzeigbar!
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| Seiteneingang G16 |
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| In Leipzig kann man sich austoben |
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| ...besonders wenn man mit Schweissgeraeten umgehen kann! :) |
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| Plagwitz |
Am folgenden Tag erkundeten wir die Stadt, fanden ein Internetcafe, schrieben zwecks weiterer Uebernachtungen in Leipzig einige Leute ueber Couchsurfing an und bekamen sogar zwei Zusagen. So konnten wir fuenf weitere Naechte in dieser Stadt bleiben und uns in Ruhe alles ansehen. Leipzig "fetzt", wie die Eingeborenen dort sagen. Es ist wirklich eine schoene Stadt, echt krass ist allerdings der massenhafte Leerstand ganzer Strassenzuege. Dadurch ist das Mietniveau sehr niedrig, was viele junge Leute anzieht. Das wiederum sorgt fuer good vibrations an jeder Ecke (und besonders in den Stadtteilen Plagwitz und Connewitz fuer eine sehr grosse alternative Szene) und wir fuehlten uns pudelwohl.
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| Rheinisch Kochen mit Nadin, unserer ersten Couchsurfing-Gastgeberin: Himmel un Aeaed :) |
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| Einer der X Kanaele in Leipzig |
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| Konsum 2.0: Hier entsteht in Kuerze Ihr neues Saufland |
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| Der letzte Abend verschwommen: Party im G16 |
Nach einer knappen Woche hatten wir dennoch genug und es ging weiter Richtung Osten. Wieder versuchten wir unser Glueck per Anhalter, und wieder war es kein Problem. Von der Autobahnauffahrt nahm uns ein junger Familienvater mit bis zur naechsten Autobahnraststaette, wo wir nach ca. einer halben Stunde von einer polnischen Frau auf dem Weg in die Heimat bis nach Goerlitz mitgenommen wurden. Hier wuerden wir die naechsten zwei Wochen auf einem kleinen Selbstversorgerbauernhof wwoofen. Was das eigentlich genau ist und wie das so war, erfahrt Ihr - ratet mal - beim naechsten Eintrag :)
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| Warten auf den naechsten Autostopp an einem Rastplatz kurz hinter Leipzig |
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